Der Eichener See tritt wieder zu Tage

Durch den langanhaltenden Regen und die Schneeschmelze ist der Grundwasserspiegel des Eichener Sees so stark angestiegen, dass die unterirdische Karstwanne überläuft und den Seeboden füllt.

Beim Eichener See handelt es sich um einen temporären See, dessen Erscheinen nie vorhersehbar ist. Dafür sind die großen unterirdischen Hohlräume, des aus vorwiegend Muschelkalk bestehenden Dinkelbergs verantwortlich. Der tiefste Punkt dieser Doline liegt 48 Meter unter dem Seeboden, es ist kaum vorhersehbar, wann der Wasserstand die Höhe von über 48 Metern erreicht und der See sichtbar wird.

Je nach Situation bleibt der See über Wochen oder Monate, bis das Wasser wieder langsam versickert.

Eine weitere Besonderheit des Sees sind dessen Bewohner. Denn obwohl der See weder beweidet noch gedüngt werden darf, entsteht bei jeder Erscheinung des Sees neues Leben. Es handelt sich dabei um ein ganz besonderes Lebewesen, nämlich den Blattfußkrebs (Tanymastix lacunae), er ist in Europa einmalig. Der Blattfußkrebs ist weißfarben und wird bis zu 2 cm lang. Die Weibchen besitzen mehrere Tausend Dauereier. Wenn der See verschwindet, dann setzen sich die Eier am Grund ab. Sobald der See wieder auftaucht, entwickeln sich die Eier und es entsteht eine neue Generation Krebse.

Der Eichener See ist ein beliebtes Auflugsziel, es gibt einen schönen Rundweg um den See und weitere tolle Wanderwege auf der Eichener Höhe.
Weitere Informationen finden Sie auf dem Übersichtsflyer.

Wir bitten Sie, sich bei Besuchen an die geltenden Corona-Regeln zu halten. Bitte denken Sie an Abstände und die geltende Masken-Pflicht auf Parkplätzen.

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