Johann Peter Hebel (1760 – 1826) gilt im Wiesental als derbekannteste Heimatdichter. Dies ist seinen „Allemanischen Gedichten“ inMundart geschuldet.
Seine lehrreichen Kalendergeschichten verfasste er inSchriftdeutsch und berichtete darin nicht selten von der großen weiten Welt. Der österreichische Schriftsteller Michael Köhlmeier beschrieb das
poetische Verfahren Hebels wie folgt: „Er hat der Welt von seiner Heimat erzählt und seiner Heimat hat er von der Welt erzählt.“ Hebel musste dazu keine ausgedehnten Reisen unternehmen und verbrachte sein ganzes Leben am Oberrhein.
Doch im Jahr 1805 begleitete der Dichter und Lehrer die beiden jungen Adligen Carl Peter und Christian Ernst August von und zu Mentzingen auf einer Reise von Karlsruhe durch die Schweiz. Hebel hielt die vierwöchige Bildungs- und Erbauungsreise in seinem Tagebuch fest. Faszinierende Landschaften, eine reiche Kulturgeschichte und die besonderen politischen Verhältnisse der Eidgenossenschaft zur Zeit Napoleons hatten der Schweiz einen frühen Tourismus beschert.